
Im Flade- Blatt und der Wilerzeitung war vor zwei Wochen zu lesen, dass bei den Tagesstrukturen Flawil mit Beginn des neuen Schuljahres ein Rückgang der Anmeldezahlen um rund 25 Prozent zu verzeichnen waren. Bereits zu Beginn des Jahres teilte die SP Flawil die Befürchtung, dass sich viele Familien in Flawil die neuen, teilweise viel höheren Tarife bei den Tagesstrukturen nicht mehr leisten können, dem Gemeinderat mit. Er wurde gebeten, die neuen Tarife nochmals zu diskutieren. Auch eine vielbeachtete Petition verlangte vom Gemeinderat, die neuen Tarife zu überdenken. Leider beharrte der Gemeinderat auf den neuen Tarifen und somit wurden unsere Befürchtungen wahr: Viele Familien haben ihre Kinder nicht mehr für die Tagesstrukturen angemeldet, die Kinder bleiben zu Hause. Alleine…, unbetreut…?
Die SP bedauert es sehr, dass die bisher grandios besuchten Tagesstrukturen von Flawil aufgrund der Tarifanpassungen nun diesen Einbruch bei den Betreuungszahlen hinnehmen müssen. Die Leidtragenden sind die Familien und die Kinder. Es ist bedauerlich, dass im Jahr 2026 eine Verschlechterung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in einer modernen Gemeinde einfach so hingenommen wird.
Die tieferen Anmeldezahlen haben zu einer Kürzung der Pensen beim Personal geführt. Auch hier sind es Frauen, die von diesem Abbau betroffen sind.
Das einzig erfreuliche an der Mitteilung der Gemeinde ist es, dass nun wieder kurzfristige Betreuungsanfragen berücksichtigt werden können.
Die SP Flawil signalisiert dem Gemeinderat bereits seit längerem, dass sie für Gespräche zur Einführung eines lohnabhängigen Tarifsystems, wie es vom Kanton mit dem neuen Gesetz verlangt wird, gerne zur Verfügung steht. Wir erhoffen uns, dass durch eine gute Zusammenarbeit eine Lösung gefunden werden kann, mit welcher auch die Familien einverstanden sein können.
für die SP-Flawil
Cécile Casado-Schneider
Co-Präsidentin SP Flawil, Kantonsrätin









